Durch die christlichen Erziehung meiner Eltern und vieler Erlebnisse
innerhalb meiner Kindheit und Jugend lernte ich, da Gewalt keine Lsung
zum beenden von Konflikten ist. In der Schule hielt ich mich stets aus
Prgeleien heraus, da ich erkannte, da dadurch die Probleme nicht
gelst wurden sondern neue geschaffen haben. Ich kann mich an eine
Clique in meiner Jahrgangsstufe an der Schule erinnern die Probleme
immer mit Gewalt zu lsen versuchten, sie wurden von den Mitschlern
gegemieden und hatten keine Freunde. Auch innerhalb der Clique hatten sie
keine Freundschaften, weil sie immer um die Anfhrerposition der Clique
kmpften. Es kam damals, vor da mich Mitglieder der Clique
provozierten, weil sie sich mit mir prgeln wollten. Ich versuchte ihrer
Aggression aus dem Weg zu gehen, aber es war ihnen nicht mglich
friedlich mit ihren Mitschlern umzugehen. Ein Mitglied der Clique
verprgelte mich und ich wehrte mich nicht, weil ich nicht gelernt hatte
wie ich auf Gewalt reagieren sollte. Ich war ein schwchliches Kind.
Ich erzhlte meiner Mutter davon, weil ich mir als zu feige vor kam,
aber sie erklrte mir, da ich und mich richtig verhalten hatte, weil
Gewalt keine Konflickte lsen kann. In der Familie wurde mir gezeigt,
da Probleme durch gegenseitiges Verstndnis und Anteilnahme viel besser
und friedlicher gelst werden konnten als durch Gewalt. Auch auerhalb
der Familie lste und lse ich Probleme mit anderen, in dem ich mit
ihnen fr beide annehmbare Kompromisse suchte und diese dann gemeinsam
ausfhrten. Im Laufe meiner weiteren Schulzeit lernte ich
zwischenmenschliche Probleme zu lsen in dem ich das Gesprch mit der
Person suchte, mit welcher das Problem zusammen hing und wenn ich keine
Hoffnung mehr hatte das ein Gesprch helfen wrde, ging ich diesen Menschen
aus dem Weg.

Durch Berichte meiner Gromutter ber die Qualen, die sie und ihre
Familie im Krieg und auf der Flucht von Memeln erlitten hatten, begriff
ich erstmals deutlich, in welchen Ausma durch Kriege Leid entsteht, wie
Menschen durch Waffengewalt gettet, verkrppelt, fr das ganzes Leben
an Krper und Seele gezeichnet werden und wie Familien
auseinandergerissen werden. An die Erzhlungen meiner Gromutter werde
ich, wenn in den Nachrichten ber Ausseinandersetzungen in den
verschiedensten Teilen der Erde berichtet wird, immer wieder erinnert.
Bilder aus dem ehemaligen Jugoslawien zeigten mir, da diese Probleme
nicht nur im Golfkrieg, sondern auch in der nahen Umgebung immer noch
akut sind und lngst nicht beseitigt wurden.
Nun nahm ich jedoch immer an, da die Bundeswehr nur zur Verteidigung
des Territoriums Deutschlands besteht. Mit der Diskussion um
Auslandseinstze der Bundeswehr begann ich darber nachzudenken, da
ich im Falle der Ableistung meines Wehrdienstes nun prinzipiell nicht
mehr ausschlieen konnte, sondern es vielmehr wahrscheinlich werden
wrde, da ich eine Waffe auf Menschen richten mte, die mir nichts
getan hatten, noch berhaupt wte, warum ich diese Menschen tten
sollte.

Meine christliche und auf friedliches Miteinander ausgerichtete
Grundeinstellung brachte mich zu der berzeugung, da ich niemals
gewaltsam gegen Menschen vorgehen knnte, ohne damit gegen meine
berzeugung von einem friedlichem Miteinander zu verstoen. Auch im
Verteidigungsfalle knnte ich niemals Waffen gebrauchen mit dem klaren
Ziel, andere Menschen zu verletzen und im schlimmsten Falle sogar zu
tten.

Menschen, die ich nicht als Soldaten des militrischen Gegeners ansehe,
sondern als Individuen, die wie ich selbst ein Recht auf Leben und
krperliche Unversehrtheit haben, knnen nicht Zielscheibe fr mich
werden. Der Gedanke, einen Menschen zu tten, macht mir groe Angst.
Heute wei ich, da sich der Mensch durch das Gewissen, als eine
wichtige natrliche Barriere, vom instinktiv handelnden Tier
unterscheidet und da das Gewissen das persnliche Rechtsempfinden eines
jeden Menschen widerspiegelt.
Ich wei jetzt mit endgltiger Sicherheit, da ich aus allen diesen
Grnden es niemals vor meinem Gewissen verantworten kann, den
Kriegsdienst mit der Waffe auszufhren. Daher mache ich von meinem Recht
gebrauch den Kriegsdienst zu verweigern, um durch meine Handlungen in
keinen Gewissenkonflikt zu kommen.

Hochachtungsvoll 

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Durch die ehrliche und gewaltfreie Erziehung meiner Eltern
und vieler Erlebnise innerhalb meiner Kindheit und Jugend lernte ich,
da Gewalt keine Mglichkeit der Konfliktbewltigung ist.
Ich besuchte vor einigen Jahren eine Selbstverteidigungssport Gruppe,
doch nach wenigen Wochen mute ich aufhren da ich moralisch
nie in der Lage war meinem Trainingspartner zu schlagen oder zu treten.
In der Schule hielt ich mich stets aus Prgeleien heraus, da ich immer
wieder sah, da dadurch Probleme nicht gelst, sondern neue
geschaffen wurden. Ich kann mich an eine Clique in meiner Jahrgangsstufe
erinnern die Probleme immer mit Gewalt zu lsen versuchten,
sie wurden von den Mitschlern gemieden und hatten keine Freunde.
Auch innerhalb der Clique hatten sie keine Freundschaften,
weil sie immer um die Anfhrerposition der Clique kmpften.
Es ergab sich, da mich Mitglieder der Clique provozierten,
weil sie sich mit mir prgeln wollten. Ich versuchte ihrer Aggression
aus dem Weg zu gehen, aber es war ihnen nicht mglich friedlich mit
ihren Mitschlern umzugehen. Ein Mitglied der Clique verprgelte mich
und ich wehrte mich nicht, weil ich nicht gelernt hatte wie ich auf Gewalt
reagieren sollte und ich ein schwchliches Kind war. Ich erzhlte
meinen Eltern davon, weil ich mir als zu feige vor kam, aber sie erklrte
mir, da ich mich richtig verhalten hatte, weil Gewalt keine Konflickte
lsen kann. In der Familie wurde mir gezeigt, da Probleme durch
gegenseitiges Verstndnis und Anteilnahme viel besser und friedlicher
gelst werden konnten als durch Gewalt.
Auch auerhalb der Familie lste und lse ich Probleme
mit anderen, in dem ich mit ihnen fr beide annehmbare Kompromisse
suchte und diese dann gemeinsam ausfhrten. Im Laufe meiner weiteren
Schulzeit lernte ich zwischenmenschliche Probleme zu lsen
in dem ich das Gesprch mit der Person suchte, mit welcher das
Problem zusammen hing oder wenn ich keine Hoffnung hatte das ein
Gesprch helfen wrde, ging ich diesen Menschen aus dem Weg.

Durch Berichte meiner Gromutter ber die Qualen, die sie und
ihre Familie im Krieg und auf der Flucht erlitten hatten und durch gefallene
Famielenangehrige, begriff ich erstmals deutlich, in welchen Ausma
durch Kriege Leid entsteht, wie Menschen durch Waffengewalt gettet,
verkrppelt, fr ganzes das Leben an Krper und Seele
gezeichnet und wie Familien auseinandergerissen werden.
An die Erzhlungen meiner Gromutter werde ich,
wenn in den Nachrichten ber Ausseinandersetzungen in den
verschiedensten Teilen der Erde berichtet wird, immer wieder erinnert.
Bilder aus dem ehemaligen Jugoslawien zeigen mir, da diese Probleme
nicht nur im Golfkrieg oder im Krieg in Zaire, sondern auch in der nahen
Umgebung immer noch akut sind und lngst nicht beseitigt wurden.
Nun nahm ich jedoch immer an, da die Bundeswehr nur zur bekmpfung
des Territoriums Deutschlands besteht. Mit der Diskussion um Auslandseinstze
der Bundeswehr begann ich darber nachzudenken, da ich im
Falle der Ableistung meines Wehrdienstes nun prinzipiell nicht mehr
ausschlieen konnte, sondern es vielmehr wahrscheinlich werden wrde,
da ich eine Waffe auf Menschen richten mte, die mir nichts
sollte.

getan hatten, noch berhaupt wte, warum ich diese Menschen tten
Meine christliche und auf friedliches Miteinander ausgerichtete Grundeinstellung
brachte mich zu der berzeugung, da ich niemals gewaltsam
gegen Menschen vorgehen knnte, ohne damit gegen meine berzeugung
von einem friedlichem Miteinander zu verstoen.

Auch im Verteidigungsfalle knnte ich niemals Waffen gebrauchen,
mit dem klaren Ziel, andere Menschen zu verletzen und im schlimmsten Falle
sogar zu tten.

Menschen, die ich nicht als Soldaten des militrischen Gegeners ansehe,
sondern als Individuen, die wie ich selbst ein Recht auf Leben und krperliche
Unversehrtheit haben, knnen nicht Zielscheibe fr mich werden.
Der Gedanke, einen Menschen zu tten, macht mir groe Angst.
Aus meinem Pdagogik Leistungskurs wei ich heute, da sich
die Menschen durch das Gewissen, als eine wichtige natrliche Barriere,
vom instinktiv handelnden Tier unterscheidet und da das Gewissen das
persnliche Rechtsempfinden eines jeden Menschen widerspiegelt.

Ich wei jetzt mit endgltiger Sicherheit, da ich aus allen
diesen Grnden es niemals vor meinem Gewissen verantworten kann,
den Kriegsdienst mit der Waffe auszufhren. Daher mache ich von meinem
Recht gebrauch den Kriegsdienst zu verweigern, um durch meine Handlungen
in keinen Gewissenkonflikt zu kommen.
