volkszorn
November 17th, 2005, 09:02 AM
Gesuchter Rechtsextremist soll auf dem Weg zu einem Stiftungsfest der Wiener Burschenschaft Olympia gewesen sein
http://images.derstandard.at/20051117/fesch.jpg
David Irving war laut Angaben auf seiner Internetseite auf dem Weg zu einem Treffen mit Burschenschaftern.
Wien - Der britische Rechtsextremist David Irving ist in Österreich festgenommen worden. Eine entsprechende Meldung auf der Homepage des Briten bestätigte Oberst Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, am Donnerstag. Demnach wurde Irving am Nachmittag des 11. November von Beamten der Autobahnpolizeiinspektion Hartberg im Gemeindegebiet von St. Johann in der Heide in der Steiermark auf Grund eines aufrechten Haftbefehls des Landesgerichts Wien vom 8. November 1989 verhaftet
Stiftungsfest
Irving war vermutlich auf dem Weg zu einem Stiftungsfest der Wiener Burschenschaft Olympia, wie aus einer Meldung des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes hervorgeht. Gollia wollte das nicht bestätigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wien sitzt Irving in Untersuchungshaft. Er sollte auf Einladung "einer Burschenschaft" einen Vortrag in Wien halten. Grund für den Haftbefehl war der Verdacht eines Verstoßes gegen den Paragrafen drei des Verbotsgesetzes (Verdacht auf Wiederbetätigung).
Der 1938 im britischen Essex geborene Irving hat sich laut dem Informationsdienst gegen Rechtsextremismus seit Anfang der sechziger Jahre schriftstellerisch betätigt. Vor allem die beiden Hitlerbiografien "Hitlers Weg zum Krieg" und "Hitlers Krieg" machten ihn bekannt und lösten heftige Kontroversen aus. So behauptete er, Adolf Hitler habe von der Vernichtung der Juden nichts gewusst.
In anderen Publikationen berief er sich laut IDGR unter anderem auf das "Leuchter"-Gutachten. Der US-Amerikaner Fred Leuchter behauptet darin, es habe in Auschwitz-Birkenau und Majdanek keine Gaskammern gegeben. Laut IDGR reagierte Irving im Juni 1989 im britischen Unterhaus auf einen Antrag gegen den "Leuchter-Report" so: "Ich begebe mich in die 'Gaskammern' von Auschwitz, und Sie und Ihre Freunde dürfen Zyklon B gemäß den altbekannten Prozeduren und Umständen werfen. Ich garantiere Ihnen, Sie werden mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein!"
In Österreich wurde im November 1989 der Haftbefehl gegen ihn erlassen. Einen für Salzburg angekündigten Vortrag hielt er daraufhin im bayrischen Freilassing. Dem IDGR zufolge war Irving zuvor schon im Jahr 1984 wegen des Verdachts der Wiederbetätigung in Österreich festgenommen und nach Deutschland abgeschoben worden. (APA)
Quelle:http://derstandard.at/
Höchststrafe für "NS-Wiederbetätigung" in Österreich beträgt soweit ich weiss 20 Jahre :eek:
http://images.derstandard.at/20051117/fesch.jpg
David Irving war laut Angaben auf seiner Internetseite auf dem Weg zu einem Treffen mit Burschenschaftern.
Wien - Der britische Rechtsextremist David Irving ist in Österreich festgenommen worden. Eine entsprechende Meldung auf der Homepage des Briten bestätigte Oberst Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, am Donnerstag. Demnach wurde Irving am Nachmittag des 11. November von Beamten der Autobahnpolizeiinspektion Hartberg im Gemeindegebiet von St. Johann in der Heide in der Steiermark auf Grund eines aufrechten Haftbefehls des Landesgerichts Wien vom 8. November 1989 verhaftet
Stiftungsfest
Irving war vermutlich auf dem Weg zu einem Stiftungsfest der Wiener Burschenschaft Olympia, wie aus einer Meldung des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes hervorgeht. Gollia wollte das nicht bestätigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wien sitzt Irving in Untersuchungshaft. Er sollte auf Einladung "einer Burschenschaft" einen Vortrag in Wien halten. Grund für den Haftbefehl war der Verdacht eines Verstoßes gegen den Paragrafen drei des Verbotsgesetzes (Verdacht auf Wiederbetätigung).
Der 1938 im britischen Essex geborene Irving hat sich laut dem Informationsdienst gegen Rechtsextremismus seit Anfang der sechziger Jahre schriftstellerisch betätigt. Vor allem die beiden Hitlerbiografien "Hitlers Weg zum Krieg" und "Hitlers Krieg" machten ihn bekannt und lösten heftige Kontroversen aus. So behauptete er, Adolf Hitler habe von der Vernichtung der Juden nichts gewusst.
In anderen Publikationen berief er sich laut IDGR unter anderem auf das "Leuchter"-Gutachten. Der US-Amerikaner Fred Leuchter behauptet darin, es habe in Auschwitz-Birkenau und Majdanek keine Gaskammern gegeben. Laut IDGR reagierte Irving im Juni 1989 im britischen Unterhaus auf einen Antrag gegen den "Leuchter-Report" so: "Ich begebe mich in die 'Gaskammern' von Auschwitz, und Sie und Ihre Freunde dürfen Zyklon B gemäß den altbekannten Prozeduren und Umständen werfen. Ich garantiere Ihnen, Sie werden mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein!"
In Österreich wurde im November 1989 der Haftbefehl gegen ihn erlassen. Einen für Salzburg angekündigten Vortrag hielt er daraufhin im bayrischen Freilassing. Dem IDGR zufolge war Irving zuvor schon im Jahr 1984 wegen des Verdachts der Wiederbetätigung in Österreich festgenommen und nach Deutschland abgeschoben worden. (APA)
Quelle:http://derstandard.at/
Höchststrafe für "NS-Wiederbetätigung" in Österreich beträgt soweit ich weiss 20 Jahre :eek: